Sowohl die Linguistik als auch die Onomastik haben den Komplex Name & Geschlecht übersehen, dabei hat das namentliche Geschlecht für die Namenträger_innen physische Qualität. Das Spektrum an diesbezüglichen Fragestellungen lässt sich folgendermaßen skizzieren:

  • Vornamen & Geschlecht (z.B. warum geht Klaus-Heidi in Schweden, aber nicht in Deutschland?)
  • Familiennamen & Geschlecht (was machen die heutigen Eheleute mit ihren Namen?)
  • Kosenamen & Geschlecht (die Irrelevanz von Geschlecht im Intimbereich der Kosenamen
  • Was steht hinter den neutralen Frauennamen in dt. Dialekten vom Typ das Eva, das Anna?
  • Wie verhalten sich Transgender*-Personen beim Namenwechsel
  • Tiernamen und Geschlecht

 


Damaris Nübling ist Universitätsprofessorin am Lehrstuhl für Historische Sprachwissenschaft des Deutschen an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. 1998 habilitierte sie sich an der Universität Freiburg mit einer Studie zu den Prinzipien der Irregularisierung von Verben in zehn germanischen Sprachen.

Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in der Zweifelsfall-Linguistik, der Onomastik (Namenforschung), der (kontrastiven) Genderlinguistik sowie in der (kontrastiven) Beschäftigung mit dem morphologischen Wandel.

Sie leitete mit Konrad Kunze, Freiburg, das DFG-geförderte Projekt Deutscher Familiennamenatlas (DFA) und ist darüber hinaus in mehrere Drittmittelprojekte involviert wie z.B. das Mainzer Akademieprojekt Digitales Familien­namen­wörter­buch Deutschlands (DFD) (mit Nina Janich, TU Darmstadt), das DFG-Projekt Zur Selbstbenennung von Transgendern (innerhalb der DFG-Forschergruppe Un/doing Differences. Praktiken der Humandifferenzierung) sowie das DFG-Projekt Das Anna und ihr Hund - Weibliche Rufnamen im Neutrum. Soziopragmatische vs. semantische Genuszuweisung in Dialekten des Deutschen und Luxemburgischen (trinationales D-A-CH-Projekt zusammen mit Luxemburg: Prof. Peter Gilles, und der Schweiz: Prof. Helen Christen).

 

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!